Windows XP wieder Beine machen
Ralf Schnell, Technical Evangelist bei Microsoft, ging die Tage in seinem Blog auf ein alt bekanntes Problem von Windows XP ein. Je länger man XP im aktiven Betrieb hat, desto langsamer wird es im Laufe der Zeit. Einfachste Methode bis dato war meistens eine Neuinstallation. Auch haben viele Unternehmen diverse Tweak-Tools auf den Markt geworfen, mit denen man Windows XP wieder auf die alte Performance optimieren konnte.
Ralf zeigt, dass man diese Performance auch mit einem einfachen Script, z.B. in einer Batch-Datei, auch kostenlos und ganz ohne mehr-stündige Installation von Windows, wieder erreichen kann. Der schleichende Geschwindigkeitsverlust hängt mit der PreFetch-Technologie von Windows, speziell XP, zusammen. Hier werden benötigte Systemdateien und häufig benötigte Dateien direkt nach dem Start in den Cache geladen und vorgehalten. Das ist soweit ja schonmal ganz gut. Nur leider fügt PreFetch nur hinzu und löscht aber leider keine Einträge aus der Liste wieder raus, sofern Dateien nicht mehr benötigt werden. Hier hilft dann leider nur der händische Eingriff ins Getriebe, eben mit dem kleinen Script von Ralf.
Habe diese Methode und ähnliche Artikel schon öfter im Netz gefunden. So z.B. im TecChannel oder bei WindowsNetworking.com. Aber auch gegenteilige Behauptungen gibt es, so bspw. im Blog von Ed Bott. Z.T. wird auf manchen Seiten dann noch darauf aufmerksam gemacht, dass man sich dieses Script als Batch vielleicht einfach mal als geplanten Task einrichten sollte um es eventuell monatlich automatisch laufen zu lassen, was man jedoch NICHT tun sollte (siehe Artikel von Ed Bott).
Bei Vista, so schreibt Ralf, gibt’s PreFetch in einer weiterentwickelten Variante namens SuperFetch. Dieses optimiert sich glücklicher weise selbst. Irgendwie frag ich mich da doch, wieso das Problem von Microsoft-Mitarbeitern erkannt wird, ein kleines Mini-Script die Lösung bereit hält, aber das ganze nicht einfach als Windows-Update das Problem generell einfach mal löst?
Naja, hier mal das Script von Ralf:
c:
cd %systemroot%\prefetch
del *.* /q /f
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
%windir%\system32\rundll32.exe advapi32.dll,ProcessIdleTasks
defrag %systemdrive% -b
defrag %systemdrive% -b
defrag %systemdrive% -b
defrag %systemdrive% -b
Ich habe Ralf mal einen Kommentar zum Thema geschrieben, in dem ich auf die widersprüchliche Aussage von Ed Bott und Ryan Myers eingehe.
Als ich einfach einen neuen Rechner aufsetzte, nach jeder Menge Installationen an Software (Office, Spiele, etc.), zählte ich – wie immer – die Balkendurchläufe von XP beim Booten.
Es waren genau 9nal bevor Windows in den Desktop umschaltete.
NAch getaner vollständiger Installationsarbeit machte ich mich sogleich an dieses Script, führte es aus, und bootete neu.
Siehe da, es waren nur noch 3 komplette Balkendurchläufe bis Windows XP in den Desktop schaltete.
Hurra! Es funktioniert. Allerdings ist dieses Script nachher nicht mehr nötig, vielleicht einmal im Vierteljahr, falls keine grösseren Deinstallationen oder Installationen in der Zwischenzeit anstehen.