Immer wieder muss ich es erleben, dass unbekümmerte und oft auch unwissende Computer-User über ihren “langsamen” Rechner jammern. Wenn es dann darum geht, Tipps oder Ratschläge zu geben, wie man dieses Problem lösen könnte, hat der ambitionierte und klugscheißernde Admin natürlich gewonnen. Aber wir gehen ja jetzt nicht davon aus, dass sich nicht jeder Nutzer gleich einen neuen QuadCore-Rechner mit 4GB RAM und Linux anschaffen wird … vor allem keinen von Dell.
Um dem Problem etwas näher zu kommen habe ich ja gerade schon zwei mögliche Ursachen angesprochen. Entweder ist generell die CPU, also der Prozessor, zu lahm oder, was häufiger der Fall ist, der Arbeitsspeicher fällt zu gering aus. Bei den heutigen RAM-Preisen sollte 1 GB kein all zu großes Problem mehr darstellen. Ist allerdings beides in ausreichender Menge vorhanden, also einmal Rechenleistung und Arbeitsspeicher, dann ist es meist die Festplatte. Alte Festplatten drehen noch mit 5400 Umdrehungen und haben recht wenig Cache an Bord, was die Zugriffszeiten erheblich verlangsamt. Aktuelle Platten dagegen drehen mit i.d.R. 7200 oder gar schon mit 10.000 upm und besitzen zwischen 8 und 16 MByte Cache. Ordentliche Werte, um gut und flott arbeiten zu können. Allerdings stellt sich irgendwann auch hier die Arbeitsgeschwindigkeit ein. Oft liegt es dann daran, dass bei häufigem kopieren, bearbeiten und löschen von Dateien, dem installieren und deinstallieren durch Programme die Registry oder beim normalen gebrauch von Windows die Pagefile, also die Auslagerungsdatei, langsam aber sicher fragmentiert. Dies ist wohl der häufigste Grund für ein langsamer werdendes System. Sicher, kurz danach kommen die Hintergrunddienste, die mittlerweile bei vielen Programmen automatisch mit installiert werden und bei jedem Systemstart gestartet werden, so z.B. beim Adobe Acrobat Reader. Aber zurück zu den fragmentierten Dateien.
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