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Suffix bei Benutzerprofil-Ordner ändert sich

Donnerstag, 12. Juni 2008

Microsoft LogoEinigen Admins ist es sicherlich schonmal aufgefallen, dass Windows-Clients in einer Windows-Domäne immer mal wieder zwei Profil-Ordner für einen Nutzer unter “Dokumente und Einstellungen” anlegen. Meines Wissens nach ist der Ordner “mMustermann” für die lokale Anmeldung gedacht und der Ordner “mMustermann.domäne” für die Netzwerkanmeldung am Server. Wer jetzt nicht mit servergespeicherten Profilen arbeitet (Gründe dafür können vielfältig sein) kann irgendwann in den Genuss kommen, dass Windows auf einmal sagt, der Nutzer bekommt einen anderen, neuen Profilordner. Dieser ist dann verständlicherweise leer. Jetzt kann es vorkommen, dass einige Programme nicht mehr wirklich funktionieren, da diese einige Einstellungen und/oder benötigte Dateien eben im Profilordner des jeweiligen Nutzers liegen haben. Der Firefox-Browser ist z.B. ein solches Programm.

Um diesem Problem wieder Herr zu werden hilft in diesem Fall leider kein Umbennen der Ordner. Es müssten zu viele Pfad-Angaben in zu vielen Programmen angepasst werden.

Einen schnellen Lösungsweg, der auch funktioniert, bietet mal wieder die Registry an. Im Pfad

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList

befinden sich alle SID’s der vorhandenen Profilordner. Die mit der Endung -500 sind die Administratoren (Lokal sowie Domäne). Hier klickt man sich nun einfach bis zum Eintrag mit dem “defekten” Profilordner und korrigiert diesen händisch in der Zeichenfolge:

ProfileImagePath

Nach einem ab- und anmelden bzw. einem Neustart sollte das Profil wieder richtig angesprochen werden und alle Programme ordnungsgemäß laufen.

Schnüffelnde Hosting-Tools

Montag, 21. April 2008

Suchen (by Pixelio.de)Es ist doch immer wieder interessant für einen Web-Administrator zu wissen, was für Seiten sich denn sonst noch so auf dem eigens angemieteten Server befinden. Solange man sich bei einem Hoster keinen eigenen Server anmietet, um darauf seine Anwendungen und/oder Webseiten zu hosten, werden die Server meist an einige User vermietet. Ein paar Provider sind in dieser Beziehung zwar relativ ehrlich und nennen die Anzahl von Usern, die sich sonst noch so auf einem ihrer Server tummeln könnten, doch genauer wird dabei selten einer. Solche Shared-Server haben natürlich ihre Vor-, aber auch einige Nachteile. Vorteil ist natürlich der günstige Preis des Webspace, da den Server ja mehrere User zahlen. Auch fallen beim Provider nur einmalig administrative Arbeiten an, wenn es z.B. um Software-Updates geht. Ebneso findet man häufig viele Extras, die man sonst nur teuer dazu kaufen oder gar in einen teureren Tarif wechseln muss. Größter Nachteil an der ganzen Geschichte ist die oft extreme Nutzung des Servers. Ein Server stellt schließlich mehrere, z.T. mehrere hundert, Webpräsenzen der Welt zur Verfügung. Hier kann es dann schonmal zu Engpässen der Bandbreite führen. Welche Webseiten dann wieviel Bandbreite bekommen, hängt entweder vom Provider und dessen Einstellungen oder vom verwendeten Trafficshaping des Servers ab. Möchte man also eine hoch wichtige Internet-Präsenz mit schneller Anbindung, geringen Download-Zeiten und Seiten-Ladezeiten für die Besucher bereit stellen, sollte man sich nicht unbedingt auf einem Shared-Server mit 500 oder mehr Kunden einmieten. Geht man dann das Risiko von lange Wartezeiten bzw. höherer Ausfallwahrscheinlichkeit doch ein, lohnt sich meist ein Blick hinter die Kulisse des Servers, auf dem man seine Seite hostet. Es gibt einige Online-Tools im Internet, mit denen man herausfinden kann, welche Internet-Seiten auf einem Server liegen. Hier mal ein paar zur Auswahl:

Die Ergebnisse dieser Seiten sind besser, als viele andere, die man sonst noch so im Netz findet. Es kann allerdings trotz der wirklich guten Scripte vorkommen, dass die Ergebnisse etwas abweichen können. Einige der o.g. Tools zeigen z.B. zusätzlich die Mail-Adressen mit an (mail.domain.tld). Diese sind jedoch in der Regel eher unwichtig und können auch auf andere Weise herausgefunden werden.

Auch gibt es natürlich keine Garantie, dass wirklich alles Seiten gefunden werden, die auf dem selben Server liegen. Die meisten Scripte basieren auf der Suche in mehr oder weniger einschlägigen Suchmaschinen wie Google oder eben MSN. Interessant und aufschlussreich sind die Ergebnisse aber in den meisten Fällen. Stellt man z.B. immer mal wieder zu gewissen Zeiten Geschwindigkeits-Einbrüche beim Seiten-Aufbau oder beim Download-Test fest, könnte dies am erhöhtem Traffic einer anderen Website auf dem gleichen Server liegen.

Das ganze wurde vor kurzem bei Dr. Web, Medien-Gerecht und vor längerem auch beim SW-Guide [1] aufgegriffen.